Amos-Bibelseminar
Samstag 11–16 Uhr im Anbau der Kirche
9. Juni
Die „Spielregeln“: Gemeinsam tragen wir ein kleines,
feines Büffet für den Mittagsimbiss zusammen.
Leitung Pfr. Dr. Nottmeier
Konfirmandenunterricht in der ev. Auen-Kirchengemeinde Wilmersdorf:
Konfir klassisch: Pfn. Plehn-Martins und Team
wöchentlich donnerstags
Konfirmation 2 Wochen vor Ostern (Sonntag Judika)
Kirche und Gemeinde kennenlernen, Bibel lesen, Traditionen verstehen lernen, Gemeinschaft erleben, neue Freundinnen und Freunde finden, Spaß haben.
Konfir kompakt: Pfr. Dr. Nottmeier und Team
monatlicher Blockunterricht samstags oder sonntags
Konfirmation im Mai
5 Stunden am Stück mit viel Aktion und Kreativität über Gott und die Welt nachdenken, meist in wechselnden Kleingruppen. Vorführungen und gemeinsames Essen in der Gesamtgruppe.
Für beide Angebote gilt: Beginn nach den Herbstferien; zum Unterricht gehört eine Freizeit in der Woche nach Ostern und ein oder zwei Wochenenden
Anmeldung in der Küsterei, Tel. 40 50 45 34-0; Di-Fr. 9-12, Mo + Mi 15-18 Uhr
Konfirmanden in der Auenkirche
Gedanken am Ende eines Jahrgangs und zum Fest der Konfirmation
Die Konfirmation steht am Ende der eineinhalbjährigen Konfirmandenzeit, einer Zeit, in der die Jugendlichen wöchentlich eine Stunde zum Konfirmandenunterricht in die Auen-Gemeinde kamen. Sie wurden mit dem Ablauf des Kirchenjahres wie christlich-biblischen Inhalten vertraut gemacht, lernten die Gemeinde kennen, nahmen an Gemeindefesten teil, gingen auf einwöchige Konfirmandenreise nach Sylt, auf Exkursion nach Wittenberg und machten eine Radtour durch den Kirchenkreis Wilmersdorf. Konfirmandenzeit ist auch eine Zeit der Gemeinschaft: Neue Freundschaften wurden geschlossen. Am Ende der Konfirmandenzeit liessen sich die Jugendlichen über das Gelernte prüfen und gaben Rechenschaft über ihre Konfirmandenzeit und darüber, dass sie sich mit den Inhalten des christlichen Glaubens auseinander gesetzt haben.
Festlicher Höhepunkt und Abschluss der Konfirmandenzeit ist die Konfirmation, ein Gottesdienst, in dessen Mittelpunkt die Konfirmandinnen und Konfirmanden stehen, ein Gottesdienst, in dem die KonfirmandInnen
ihre Taufe bestätigen und bekräftigen und zum ersten Mal am Abendmahl teilnehmen. Als Konfirmierte sind sie religionsmündig, können das Patenamt übernehmen, bei den nächsten Gemeindekirchenratswahlen wählen.
Mit den Konfirmanden und Konfirmandinnen kommen auch ihre Familien in den Blick: Eltern, Großeltern, Patinnen und Paten. Für sie alle ist der Tag der Konfirmation eine Zäsur, ein bedeutungsvolles Ereignis. Die Kindheit endet, etwas Neues beginnt.
Die Konfirmation hat verschiedene Aspekte: das „Ja“, zur Taufe, das Bekenntnis zu einem christlichen Leben – wie klar oder gebrochen auch immer, die erstmalige Teilnahme am Abendmahl. Konfirmation ist aber auch ein Fest, ein Familienfest, an das sich die Konfirmanden und Konfirmandinnen lange Zeit erinnern möchten. Aber Konfirmation ist noch mehr: Sie ist Segenshandlung. Der Segen im Konfirmationsgottesdienst ist etwas ganz Besonderes und wird von vielen als Höhepunkt erfahren – jede und jeder Einzelne ist bei ihrem oder seinem Namen gerufen, wird als einzigartige Persönlichkeit in der Gruppe der zu Konfirmierenden sichtbar und erkennbar: „…ich habe dich bei deinem Namen gerufen, du bist mein.“ (Jes. 43,1) Der Theologe Fulbert Steffensky meint, der Segen sei die „dichteste Stelle der jüdisch-christlichen Glaubensüberlieferung“. Die Bibel ist voll von Segensaussagen, sie sollen in ihrem besonderen Bezug zur Konfirmation bedacht werden sollen.
1. Segen im Abschied zum Aufbruch
„Ich will dich segnen und dir einen großen Namen machen, und du sollst ein Segen sein“ (Gen 12,2b) DiesesWort Gottes erinnert daran, dass der Abraham/Israel zugesprochene Segen die Geschichte Gottes mit seinem Volk eröffnete. Für den Apostel Paulus bedeutet das für die Segen empfangende wie die segnende Gemeinde, dass sie als Kirche aus den Völkern Anteil bekommt an diesem Segen Abrahams (Gal.3,14).
Was ist die Situation, in der das Segenswort an Abraham ergeht? Es ist Abschied von Altem und Aufbruch zu Neuem. Diese Geschichte und dieses Wort haben Gleichnischarakter in Bezug auf die Situation der zu konfirmierenden Jugendlichen. Die Konfirmation markiert eine Zäsur. Im öffentlichen Raum des Konfirmationsgottesdienstes wird deutlich: Die Jugendlichen nehmen Abschied von ihrer Kindheit und sind in der Situation von Neuorientierung. Dieser Abschied spielt sich ab vor dem Forum derer, die bisher für sie verantwortlich waren. Die Eltern und Erwachsenen haben es lange schon erfahren: Vieles ist nicht mehr in ihrer Verfügung. Die alltäglichen, oft auch schmerzhaften Erlebnisse zeigen, wie die Jugendlichen sich dem Einfluss der Erwachsenen mehr und mehr entziehen. In diesen Aufbrauch hinein geschieht das Segenshandeln im Konfirmationsgottesdienst an den jungen Menschen. Hier liegt eine große Aufgabe zu begleiten, Orientierung zu geben und Identitätsfindung zu ermöglichen.
2. Stärkender Segen
Menschen werden als Ebenbild Gottes im Segen der göttlichen Gegenwart gewürdigt. Der Segen beinhaltet, dass die je eigene Identität als Gottes Geschöpf, unabhängig von familiären, sozialen Gegebenheiten oder Bildungsvoraussetzungen anerkannt wird. So werden auch jene, denen an anderer Stelle, z.B. in der Schule, in den Familien, unter Jugendlichen die persönliche oder öffentliche Anerkennung verweigert wird, gesegnet. Für die Jugendlichen wird der Segen im Konfirmationsgottesdienst kein bloßes Ritual sein, wenn es gelingt, persönlichkeitsstabilisierende Elemente des vorangegangenen Konfirmandenunterrichts transparant werden zu lassen.
3. Unverfügbarer Segen
Segen bedeutet von Gott her Bekräftigung zu eigenständigem Leben als Geschöpf Gottes. Gott selbst ist der unverfügbare Ursprung allen Segens und so sind auch die Wirkungen des Segens unverfügbar für die, die den Segen spenden. Niemand weiß und kann vorher bestimmen, wie die Segen empfangenden Jugendlichen ihrerseits der eigenen Familie, der Kirche und Gesellschaft zum Segen werden.
Wohnt der kirchlichen Segenshandlung einerseits ein Moment der Freiheit inne, verpflichtet der in Freiheit empfangene Segen andererseits zu einem verantwortungsbewussten Leben in der Welt. Er setzt in Beziehung zu anderen Menschen, zu den Schwachen in der Gesellschaft wie auch zu den fernen Nahen.
Gerade angesichts gesellschaftlicher Verhältnisse, in denen Jugendliche sehen und erleben, dass Vieles in unserem Leben nicht zum Segen, sondern zum Fluch geworden ist, liegt es in der Verantwortung der Kirche, jungen Menschen zu einem Leben zu verhelfen, das sich an Gottes Wegweisung orientiert und sie zum Segen für andere werden lässt.
Pfarrerin Katharina Plehn-Martins
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