23/04/2026 0 Kommentare
Orgelkonzert mit Musik von Zoltan und Zsolt Gárdonyi
Orgelkonzert mit Musik von Zoltan und Zsolt Gárdonyi

Am Pfingstsamstag findet in Berlin als Teil des europäischen Festivals Lange Nacht der Orgel ein besonderes Konzert statt, das auf drei Musikerjubiläen dieses Jahres verweist: 2026 fällt der 80. Geburtstag von Zsolt Gárdonyi mit dem 120. Geburtstag und dem 40. Todestag seines Vaters Zoltán Gárdonyi zusammen.
Zoltán Gárdonyi, Kompositionsschüler von Zoltán Kodály und Paul Hindemith, gilt heute als eine der herausragenden Gestalten in der protestantischen Kirchenmusik des 20. Jahrhunderts. In seinen farbenreichen Kompositionen verbinden sich die Luther-Lieder und die Genfer Psalmen auch mit ungarischen Stilelementen. Sein Sohn Zsolt Gárdonyi setzt dieses Erbe als Komponist, Organist und Musikpädagoge fort: seine Musik vereint die kirchenmusikalische Tradition mit neuen Harmonien und Impulsen aus der Orgelimprovisation. Sein internationales Wirken bildet zugleich eine besondere Brücke zwischen Deutschland und Ungarn.
Im Zentrum des Programms steht die „Herzkammer“ der Orgelmusik, die vielfältige Welt der Choralbearbeitungen. Als Besonderheit dieser Gattung erklingen die Variationen für Violoncello und Orgel von Zsolt Gárdonyi über ein altes ungarisches Kirchenlied und Kompositionen über drei weltbekannte Luther-Choräle. Der Solist des Abends ist der Konzertorganist David Schollmeyer, Landeskirchenmusikdirektor der Bremischen Evangelischen Kirche, dessen Repertoire neben der Musik von J.S.Bach und der französischen Spätromantik auch die Orgelwerke der beiden Gárdonyis umfaßt. Im Berliner Jubiläumskonzert wirkt auch ein „rising star“ der jungen Cellisten-Generation, Ildikó Szabó mit.
Die Auenkirche in Berlin ist für ihre hervorragende Akustik und für Ihre monumentale Orgel bekannt. Dieses Instrument repräsentiert die spätromantische deutsche Orgelbaukunst und wurde in den letzen Jahren umfassend restauriert. Nach dem Konzert kann man die Orgel auch besichtigen und näher kennenlernen, überdies stehen sowohl die beiden Interpreten als auch der anwesende Komponist Zsolt Gárdonyi für Gespräche zur Verfügung.
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