Die Gemeindekirchenräte der Ev. Auenkirche und der Ev. Kirchengemeinde Am Hohenzollernplatz haben beschlossen, eine Fusion der drei Kirchengemeinden Aue, Am Hohenzollernplatz und Vaterunser zu einer Kirchengemeinde zum 1. Januar 2028 anzustreben.
Der Auen-GKR hat dabei in Vertretung der Vaterunser-Gemeinde gehandelt, da es dort keinen GKR mehr gibt.
Was steckt dahinter?
Im letzten Jahr ist auf der Synode unseres Kirchenkreises die Bildung von vier Regionen beschlossen worden. Unsere Region heißt „Region Mitte“ und umfasst neben den drei oben genannten noch die Gemeinden Daniel und Halensee. Für jede Region wurde ein gemeinsamer Stellenplan aller jeweils zugehörigen Gemeinden aufgestellt. Nach diesem richtet sich, welche Stellen bei Freiwerden wieder besetzt werden können und welche nicht. Viele Beschäftigte müssen in Zukunft für mehrere Gemeinden innerhalb der Region tätig sein.
Leider hat sich die Situation seitdem sehr verschärft. Denn neuere Berechnungen haben gezeigt, dass in Zukunft noch viel weniger Mittel zur Verfügung stehen werden als ursprünglich gedacht. Schon für das kommende Jahr besteht die Gefahr, dass der Kirchenkreis, bei dem die Mitarbeitenden aller Gemeinden angestellt sind, in ein Haushaltsdefizit gerät. Wir müssen also viel schneller zusammenwachsen, als wir letztes Jahr noch dachten.
Für die Erhaltung und den Betrieb der Gebäude werden in Zukunft deutlich weniger Mittel zur Verfügung stehen. Auch hier müssen die Gemeinden stärker zusammenarbeiten. Sie müssen bestimmen, welche Gebäude sie künftig behalten und welche sie abgeben oder etwa einer Vermietung zuführen wollen – und wie sie die verbliebenen Räumlichkeiten gemeinsam nutzen.
Bei all dem sind wir fest entschlossen, unsere kirchlichen Aufgaben weiterhin wahrzunehmen. Wir wollen auch zukünftig lebendige Gemeinden sein.
Die Gemeindekirchenräte von Aue und Hohenzollern sowie Vertreter der Vaterunser-Gemeinde sind zu dem Schluss gekommen, auf eine Fusion der drei Gemeinden zuzugehen. Wenn wir drei uns als eine Gemeinde verstehen, dann erleichtert das die Zusammenarbeit und die finanziellen Einsparungen. Und eine Fusion hat auch eine enorme Bedeutung für unsere Identität als Gemeinde und für unser gemeinsames kirchliches Leben. Wir gehören dann zueinander. Findet daher etwa der sonntägliche Morgengottesdienst in der Aue statt, dann würden die Gemeindeglieder aller drei Gemeinden gemeinsam an diesem Standort Gottesdienst feiern. Der Wochengottesdienst könnte dagegen in der Kirche am Hohenzollernplatz stattfinden, der Bläserkreis könnte in Hohenzollern-Räumen proben... Das alles sind Beispiele für eine gemeinsame kirchliche Zukunft.
Natürlich bedeutet jede Veränderung auch ein Loslassen. Nicht alles wird mehr an allen Standorten stattfinden können. Diesen Schmerz müssen wir zulassen und der Trauer Raum geben. Gleichzeitig wollen wir versuchen, Schritte in eine neue Identität zu gehen und bewusst auf ein neues Zuhause zuzusteuern. Denn das soll Gemeinde sein: ein Zuhause für Menschen, die beten, reden, singen, lernen, helfen und miteinander leben und glauben wollen.
Über alle weiteren Entwicklungen werden wir berichten.
Die Gemeindekirchenräte von Hohenzollern und Aue